Mein Blog

Willkommen auf meinem Blog!

„Und jetzt auf ‚Fertig’ klicken. Genau.“

Mein Webdesigner Klaus (von GASTKOM – sehr zu empfehlen!) erklärt mir mit einer Eselsgeduld via Telefon, wie man mit WordPress umgeht. Ich lerne also, wie man bloggt. Spannend – und was ganz Neues. Ich wollte eigentlich „nur“ eine Website, aber „ein Blog wäre schon gut…“, wurde mir gesagt. Okay, dann mal los.

Nachdem meine neue Website jetzt eingerichtet wurde, denke ich an die Einrichtung meines Arbeitsplatzes. Wie und wo arbeite ich eigentlich? Zum Teil einfach zuhause an meinem Schreibtisch, der direkt unter einem Fenster steht und von dem aus ich im Sommer den Tomaten beim Wachsen zusehen kann (mache ich aber selten…). Sonst halte ich es mit der Tradition der Kaffeehausliteraten: Ich schnappe meinen Laptop und mache mich auf den Weg ins Café. Früher – also während meines Übersetzerstudiums – hätte ich zu diesem Zweck noch einen ganzen Sack gefüllt mit Wörterbüchern mitschleppen müssen, doch mittlerweile geht so gut wie alles online – Wörterbücher, Referenzwerke, Übersetzerforen und good old Google…alles, was das Herz begehrt.

So, also ins Café. Meine Heimat- und Wohnstadt Salzburg bietet in dieser Hinsicht ja eine große Auswahl, doch nicht jedes Kaffeehaus ist zum Arbeiten geeignet: zu laut, zu klein, zu teuer, kein W-LAN, schlecht erreichbar – da fallen gleich einige weg. Für mich ist es auch ein großer Unterschied, ob ich ins Café gehe, um mich mit jemandem zu treffen, oder ob ich dort arbeiten will.

Zum „Vor-sich-hin-werkeln“ gut geeignet ist zum Beispiel das coffeehouse im Bruderhof. Modern, aber sehr gemütlich eingerichtet (tolle Chesterfield-Sofas!), ein bisschen dunkel, leise Musik im Hintergrund, internationales Publikum, guter Kaffee, leckere Panini (besonders das Caprese-Panino mit Mozzarella und Tomate) und Kuchen, leider eher teuer und sonntags geschlossen, sehr freundliches Personal, eine Auswahl an Zeitungen (obwohl das der Produktivität eher abträglich ist), W-LAN (das auch im „Gastgarten“ vor dem Lokal funktioniert), genügend Platz (so dass man nicht das Gefühl hat, einen Platz zu versitzen, wenn man dort stundenlang vor dem Laptop sitzt) und zu guter Letzt tolle Getränke wie „Schilerol“ (ein Roséwein versetzt mit Sirup und Kräutern, ähnlich dem beliebten Aperol), mit denen man den Feierabend einläuten kann.

 

Mein zweites Arbeits-Kaffeehaus WAR das republic am Anton-Neumayr-Platz, das manchen eher als Nachtlokal ein Begriff ist. Für mich optimal: täglich ab 8.00 geöffnet, ebenfalls guter Kaffee (aber nur der mit Koffein – der Koffeinfreie schmeckt leider furchtbar), Hintergrundmusik, nette KellnerInnen, man kann in Ruhe stundenlang arbeiten und hat nicht das Gefühl, ständig etwas bestellen zu müssen, viel Platz (ein Geheimtipp im Sommer – alle sitzen draußen und man ist drinnen ganz alleine), gutes W-LAN, leckeres Frühstück, buntes Publikum, Zeitungs- und Zeitschriftenauswahl. Ein strittiger Punkt: das Lokal hat einen großen Raucher- und einen kleineren Nichtraucherbereich (was ohnehin nur mehr bis 2018 gilt). Ich finde einen der letzten Café-Raucherbereiche in Salzburg klasse, verstehe aber gut, wenn man Nichtrauchercafés bevorzugt.

Nachtrag: Das republic wurde zu meinem Leidwesen von einem neuen Pächter übernommen und heißt jetzt Escobar, ein mexikanisch-kalifornisches Lokal, in dem es eine angenehme Atmosphäre und sehr gutes Essen geben soll. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit, es selbst auszuprobieren und bin gespannt. Schade für mich ist nur, dass man im früheren republic ab 08.00 morgens arbeiten konnte, während das Escobar zum geselligen Beisammensein und Essen gedacht ist und erst um 11.00 öffnet. 

Ein solches Nichtraucher-Café ist auch das Café Mozart in der Getreidegasse, im Herzen der Altstadt. Das Flair eines alten Kaffeehauses (was natürlich viele – besonders japanische – Touristen anzieht), toller(!) Kaffee, leider teuer, täglich ab 8.00 (Sonntag 9.00) geöffnet, ein besonders gutes Frühstücks-Angebot, inspirierende Atmosphäre (also mir zumindest kommen dort immer viele gute Einfälle) und ab und zu werden beeindruckende Salzburger Nockerl vorbeigetragen, die sich ein Tourist bestellt hat.

Hm, ich bekomme schon wieder Lust aufs Kaffehaus-Sitzen. Aber jetzt ist erstmal Feierabend…